statement
WORKS3
Sculptures ● Installations
Press Article
Look up!
The sculptures by the artist Matthias Merdan (Zürich, Berlin) represent something completely novel in gestures and textures.
The artworks of carbon and glass fiber are generally sculpted in a space and oriented to it. The works of this artist are never just put there.
His sculptures climb up a wall or jump out of it with an apparently irresistible dynamism and ease. They seem to barely touch the wall and are reminiscent of sculpture’s old endeavor to overcome gravity. Cool and unapproachable, they act on the viewer from above.
By depicting intangibility, Merdan challenges esthetic escapism, seductive naive beauty, and the belief in perfection. His representations of brokenness and wholeness, deformations, cracks, and crevices give viewers ever-new impressions of irritation.
The artist dispenses with the use of color in order to enhance the expressiveness of the dynamic and exotically flowing lines. Their intrinsic value thus evokes an intellectual-emotional experience rather than a naive-optical one.
The new abstract non-esthetic points out the unfamiliarity of the present and the unpredictability of the future. What gives us hope and reassurance cannot be predicted and can often not be understood, as Merdan would say. The artist encourages viewers to think about the prevailing hierarchy of values.
Presseartikel
Look up!
Etwas völlig Neuartiges in Gestik und Beschaffenheit stellen die Plastiken des Künstler Matthias Merdan (Zürich, Berlin) dar.
Die plastischen Arbeiten aus Karbon und Glasfaser werden in der Regel im Raum gefertigt und auf diesen hin ausgerichtet. Nie sind die Werke dieses Künstlers etwas Hineingestelltes.
Mit offenbar unaufhaltsamer Dynamik und Leichtigkeit sie streben eine Wand hinauf oder springen aus ihr hervor. Hierbei scheinen sie die Wand kaum zu berühren und an das alte Anliegen der Skulptur, die Überwindung der Schwerkraft, zu erinnern. Kühl und abweisend wirken sie auf den Betrachter herab.
Durch die Darstellung der Nicht(be)greifbarkeit wendet sich Merdan gegen ästhetische Weltflucht, das verführerische naive Schöne und den Glauben an das Perfekte. Seine Darstellungen von Zerrissenheit und Ganzheit, Deformationen, Brüchen und Rissen bilden für den Betrachter stets eindrückliche Irritationsfelder.
Der Künstler verzichtet auf Kolorit, um die Aussagekraft der rasant und fremdartig geschwungenen Linien hervorzuheben. Deren Eigenwert erzeugt somit eher ein intellektuell-emotionales Erlebnis und weniger ein naiv-optisches.
Mit einer neue abstrakten Unästhetik wird der Hinweis auf Fremdartigkeit von Gegenwärtigem und Unplanbarkeit von Zukunft vertreten. Hoffnung und Heil bringendes folgt nicht der Berechenbarkeit, auch entzieht es sich oft der Erkenntnis, würde Merdan sagen. Der Künstler will Betrachterin und Betrachter anhalten stets die herrschende Wertehierarchie zu überdenken.
WORKS2
Etchings ● Collages
Presseartikel
Matthias Merdan ist ein Vertreter der neuen Abstraktion.
Diese neue Abstraktion hat sich aktuell als Gegenpart zur Figuration durchgesetzt. Die Spielarten und deren Teilnehmer zeitgenössischer Abstraktion sind dabei beinahe inflationär geworden. Umso bemerkenswerter, wenn ein Künstler durch seine Abstraktpositionen Einzigartigkeit behaupten kann.
Merdans Eigenart ist gekennzeichnet durch eine ungebremste und gewaltstrotzende Symbolik. Er wendet sich mit seinen Bildkompositionen gegen ästhetische Weltflucht, das verführerische naive Schöne und Perfektionismus. Seine Darstellung von Deformationen, Brüchen und Rissen bilden für den Betrachter stets eindrückliche Irritationsfelder.
Beispielsweise bei seinen Monstranzen wird die etablierte Ästhetik eliminiert und durch neue Abstraktion der Realität angenähert, weil Heiliges oder Heil bringendes nicht der Berechenbarkeit folgt, auch entzieht es sich oft der Erkenntnis.
Merdan bevorzugt das Medium der Druckgrafik. Hierbei ist seine Technik einzigartig. Er verwendet Aluminium, welches er mechanisch bearbeitet, um es dann als Druckvorlage einzusetzen.
Der Künstler verzichtet oft auf Kolorit, um die Aussagekraft der Komposition mit ihren Formen hervorzuheben. Deren Eigenwert lässt schliesslich Farbklänge unbunter Farben entstehen.
WORKS1
Abstract or semi abstract speech against aestheticism